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Illustration zum Ratgeber Pandemie

Krisen-Ratgeber · Alltag und Versorgung

Pandemie: Was tun und wie vorsorgen?

Geprüft am 10 Quellen 29 Hinweise Redaktion Krisenbuddy

Pandemie, kurz gesagt: Wenn sich ein Erreger weltweit verbreitet und du zu Hause bleiben musst, zählt vor allem das:

  • Vorrat für zu Hause. Ein Vorrat für 10 Tage hilft auch, wenn du krank bist oder zu Hause bleiben musst. Kauf ihn nach und nach, damit alle bekommen, was sie brauchen.
  • Krank? Zu Hause bleiben. Mit Zeichen einer Atemwegsinfektion bleib etwa 3 bis 5 Tage zu Hause, mindestens bis es dir deutlich besser geht. Meide engen Kontakt, vor allem zu Menschen mit hohem Risiko.
  • Wann du Hilfe holst. Ruf die Praxis an, wenn es schlimmer oder nach einigen Tagen nicht besser wird, bei hohem Fieber oder Atemnot. Außerhalb der Sprechzeiten hilft die 116117, im Notfall die 112.

Im Ernstfall

Was tun bei einer Pandemie? Die ersten Schritte

Ruf bei Gefahr für Leib und Leben die 112. Folge immer den Anweisungen von Behörden und Einsatzkräften.

  Zu Hause
  1. Bleib bei Symptomen zu HauseEtwa 3 bis 5 Tage, mindestens bis es dir deutlich besser geht. [6]
  2. Halte Abstand zu RisikogruppenBabys, Ältere, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen besonders schützen. [4]
  3. Lüfte mehrmals am TagFenster weit auf, im Winter 2 bis 3 Mal für etwa 5 Minuten je Raum. [5]
  4. Wasch die Hände gründlich20 bis 30 Sekunden mit Seife, vor allem nach Kontakt mit Kranken. [2]
  5. Trag bei Kontakt eine MaskeWer krank ist, schützt so die anderen im Haushalt. [6]
  6. Ruf bei Warnzeichen anPraxis oder 116117 bei hohem Fieber, wenn es schlimmer wird oder nicht besser. [4] [1]Bei schwerer Atemnot nicht warten: 112.
  7. Folge den Regeln der BehördenGesundheitsamt und Behörden sagen, was gilt, etwa zu Quarantäne. [8]
  Unterwegs
  1. Halte Abstand in engen RäumenWo es voll ist, hilft Abstand und eine richtig sitzende Maske. [4] [6]
  2. Huste in die ArmbeugeUnd dreh dich dabei von anderen weg. [3]
  3. Fass dir nicht ins GesichtNicht mit ungewaschenen Händen an Augen, Nase oder Mund. [4]
  4. Wasch dir zu Hause die HändeGleich nach dem Heimkommen, 20 bis 30 Sekunden mit Seife. [2]

Woran erkennst du eine Pandemie?

Was eine Pandemie bedeutet

Ein neuer Erreger breitet sich über viele Länder aus, viele Menschen erkranken zur gleichen Zeit. Deutschland plant dafür mit dem Nationalen Pandemieplan, der nach Corona neu gefasst wird. [7]

Behörden informieren dich

Gesundheitsamt, RKI und Bundesregierung geben Lage und Regeln bekannt. Folge ihren Anweisungen, etwa zu Masken, Abstand oder Quarantäne. Gerüchte aus Chats ersetzen sie nicht. [8] [1]

Warnzeichen bei Atemwegsinfekten

Hol ärztlichen Rat, wenn es dir sehr schlecht geht, es nach einigen Tagen nicht besser oder schlimmer wird, bei hohem Fieber, Atemnot oder wenn du zu einer Risikogruppe gehörst. [4] [6]

Wer besonders geschützt werden muss

Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen oder schwacher Abwehr erkranken eher schwer. Sie brauchen besondere Rücksicht. [4]

Wie bereitest du dich auf eine Pandemie vor?

Vorrat für zu Hause

Zu Hause

Ein Vorrat für 10 Tage hilft auch, wenn du krank bist oder zu Hause bleiben musst. Kauf ihn nach und nach, damit alle bekommen, was sie brauchen. [1] [8]

Hausapotheke für Infekte

Zu Hause

Leg das Nötigste für Infekte bereit: [1]

  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Fieber und Schmerzen
  • Elektrolyte gegen Flüssigkeitsverlust
  • Mittel gegen Erkältungsbeschwerden
  • Einmalhandschuhe
  • Atemschutzmasken

Eigene Medikamente sichern

Zu Hause

Wer dauerhaft Medikamente braucht, hält einen Vorrat für mindestens 10 Tage. Schweden empfiehlt sogar einen Monat. Sprich mit Praxis und Apotheke, was möglich ist. [1] [9]

Impfungen aktuell halten

Zu Hause

Halte die von der STIKO empfohlenen Impfungen aktuell, etwa gegen Grippe, COVID-19, RSV und Pneumokokken. Frag deine Hausarztpraxis, welche für dich passen. [4] [6]

Wer hilft, wenn ihr krank seid?

Zu Hause

Klär mit Nachbarn, Familie oder Freunden, wer einkauft oder Medikamente bringt, wenn ihr zu Hause bleiben müsst. Tausch Nummern auch auf Papier aus. [1]

Plan für Schule und Arbeit

Zu Hause

Überleg, wie Betreuung, Schule und Arbeit laufen, wenn sie ins Internet ausweichen. Frag deine Hausarztpraxis, ob sie Videosprechstunden anbietet. [8]

Dokumente digital sichern

Zu Hause

Lege passwortgeschützte digitale Kopien wichtiger Dokumente an, etwa Impfpass, Versicherungen und Medikamentenplan. [8] [1]

Hygiene zur Gewohnheit machen

Zu Hause · Unterwegs

Hände 20 bis 30 Sekunden mit Seife waschen, in die Armbeuge husten oder niesen, Taschentücher nur einmal benutzen. Üb das mit den Kindern. [2] [3]

Wie verhältst du dich bei einer Pandemie?

Krank? Zu Hause bleiben

Zu Hause

Mit Zeichen einer Atemwegsinfektion bleib etwa 3 bis 5 Tage zu Hause, mindestens bis es dir deutlich besser geht. Meide engen Kontakt, vor allem zu Menschen mit hohem Risiko. [6] [4]

Kranke im Haushalt

Zu Hause

Hält sich die kranke Person möglichst getrennt auf, schützt das die anderen. Wechsle Bettwäsche, Handtücher und Waschlappen der Kranken oft und wasch sie bei mindestens 60 °C. [4] [5]

Regelmäßig stoßlüften

Zu Hause

Öffne die Fenster mehrmals am Tag weit, im Winter 2 bis 3 Mal für etwa 5 Minuten je Raum. Frische Luft senkt das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen. [5] [6]

Maske bei nötigem Kontakt

Wer krank ist, schützt andere mit einer Maske, vor allem Menschen mit hohem Risiko. In Infektionswellen schützt eine richtig sitzende Maske in Innenräumen auch dich selbst. [6] [4]

Hände richtig waschen

Nach dem Heimkommen, nach der Toilette, vor dem Essen und nach Kontakt mit Kranken: 20 bis 30 Sekunden mit Seife. Die Wassertemperatur spielt dabei keine Rolle. [2]

Desinfektion nur gezielt

Zu Hause

Im Haushalt reichen gängige Reiniger meist aus, Desinfektionsmittel nur in begründeten Fällen. Für die Hände kann es sinnvoll sein, wenn du Menschen mit schwacher Abwehr pflegst. [5] [2]

Wann du Hilfe holst

Ruf die Praxis an, wenn es schlimmer oder nach einigen Tagen nicht besser wird, bei hohem Fieber oder Atemnot. Außerhalb der Sprechzeiten hilft die 116117, im Notfall die 112. [4] [1]

Struktur gibt Halt

Zu Hause

Behalte Routinen bei, plan den Tag, beweg dich und geh, wenn möglich, an die frische Luft. Schau Nachrichten nur zu festen Zeiten. [1]

Mit Kindern reden

Zu Hause

Beantworte Fragen ehrlich und einfach. Sätze wie „Wir passen auf dich auf“ geben Halt. Kinder zeigen Sorgen oft anders, etwa durch Albträume oder Gereiztheit. [1]

Kontakt halten trotz Abstand

Telefonier, schreib, triff dich per Video. Rund um die Uhr hilft die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, kostenlos und auf Wunsch anonym. [1]

Unterwegs Abstand und Hygiene

Unterwegs

Halte Abstand, wo es eng wird, und trag in vollen Innenräumen eine Maske, wenn Behörden es empfehlen. Fass dir nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht. [4] [8]

Einkaufen mit Maß

Unterwegs

Kauf in üblichen Mengen ein, Hamsterkäufe sind unnötig und schaden anderen. Die Bundesregierung betonte schon 2020, dass die Lebensmittelversorgung gesichert ist. [10] [8]

Was ist nach einer Pandemie wichtig?

Gesund werden braucht Zeit

Schon dich nach einer Infektion. Geh erst wieder zur Arbeit oder Schule, wenn es dir deutlich besser geht. [6]

Vorrat und Apotheke auffüllen

Ersetze, was ihr verbraucht habt: Fiebermittel, Elektrolyte, Masken und Lebensmittel. Achte auf Haltbarkeitsdaten. [1]

Gute Gewohnheiten behalten

Zu Hause bleiben, wenn man krank ist, in die Armbeuge husten, Hände waschen: Das schützt auch nach der Pandemie vor Grippe und anderen Infekten. [8] [2] [3]

Familienplan anpassen

Was hat gut geklappt, was nicht? Pass euren Plan an: Betreuung, Einkauf, Kontakte und Arbeit von zu Hause. [8]

Belastung ernst nehmen

Lange Zeit zu Hause und Sorgen wirken nach. Sprich darüber. Hilfe gibt es in der Hausarztpraxis, bei Beratungsstellen und bei der Telefonseelsorge. [1]

Irrtümer über Pandemie

Heißes Wasser beim Händewaschen tötet mehr Keime.

Die Temperatur spielt keine Rolle. Entscheidend sind Seife und 20 bis 30 Sekunden Zeit. [2]

Desinfektionsmittel gehören in jeden Haushalt.

Im Alltag reichen gängige Reiniger. Desinfektionsmittel nur in begründeten Ausnahmefällen, etwa nach ärztlichem Rat. [5]

Ein negativer Schnelltest heißt: Ich bin nicht ansteckend.

Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht sicher aus. Bei Symptomen trotzdem zu Hause bleiben. [6]

Checkliste für Pandemie

  • Eigene Medikamente für 10 Tage oder mehrMit Arztpraxis und Apotheke absprechen. Schweden rät bei Dauermedikation sogar zu einem Monat.
  • Fiebersenkendes Mittel und ThermometerFür Kinder in passender Darreichung, nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis.
  • FFP2-MaskenSchützen vor Rauch, Staub, Viren und Bakterien in der Luft. Die Schweiz rät zu 50 Masken je Person.
  • Mittel gegen Erkältung, NasensprayAbschwellende Nasentropfen oder Nasenspray und ein Mittel gegen Erkältungsbeschwerden.
  • Seife, Zahnbürsten, ZahnpastaHygiene beugt Krankheiten vor, gerade wenn Wasser knapp ist.
  • Mittel gegen Durchfall, ElektrolyteElektrolyte gleichen Flüssigkeitsverlust aus. Dazu ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen.
  • Vorrat im Alltag nutzen und nachkaufenWas bald abläuft, zuerst verbrauchen und beim nächsten Einkauf ersetzen. Einmal im Jahr alles prüfen.
  • Impfpass und wichtige BefundeAls Kopie, dazu eine Liste deiner Medikamente und Allergien.
  • Abholregeln mit Kita und SchuleWer holt die Kinder, wenn du nicht kannst? Frag nach dem Notfallplan der Einrichtung.

Mengen für deinen Haushalt: Notvorrat berechnen · Packliste Notfallrucksack

Häufige Fragen zu Pandemie

Was tun bei einer Pandemie?

Die ersten Schritte zu Hause: 1. Bleib bei Symptomen zu Hause. 2. Halte Abstand zu Risikogruppen. 3. Lüfte mehrmals am Tag. 4. Wasch die Hände gründlich. Bei Gefahr für Leib und Leben: Notruf 112.

Wie bereitest du dich auf eine Pandemie vor?

Die wichtigsten Schritte: 1. Vorrat für zu Hause. 2. Hausapotheke für Infekte. 3. Eigene Medikamente sichern. 4. Impfungen aktuell halten. Ein Vorrat für 10 Tage hilft auch, wenn du krank bist oder zu Hause bleiben musst. Kauf ihn nach und nach, damit alle bekommen, was sie brauchen.

Woran erkennst du eine Pandemie?

Ein neuer Erreger breitet sich über viele Länder aus, viele Menschen erkranken zur gleichen Zeit. Deutschland plant dafür mit dem Nationalen Pandemieplan, der nach Corona neu gefasst wird. Gesundheitsamt, RKI und Bundesregierung geben Lage und Regeln bekannt. Folge ihren Anweisungen, etwa zu Masken, Abstand oder Quarantäne. Gerüchte aus Chats ersetzen sie nicht.

Was ist nach einer Pandemie wichtig?

1. Gesund werden braucht Zeit. 2. Vorrat und Apotheke auffüllen. 3. Gute Gewohnheiten behalten. 4. Familienplan anpassen.

Stimmt es: „Heißes Wasser beim Händewaschen tötet mehr Keime“?

Die Temperatur spielt keine Rolle. Entscheidend sind Seife und 20 bis 30 Sekunden Zeit.

Stimmt es: „Desinfektionsmittel gehören in jeden Haushalt“?

Im Alltag reichen gängige Reiniger. Desinfektionsmittel nur in begründeten Ausnahmefällen, etwa nach ärztlichem Rat.

Stimmt es: „Ein negativer Schnelltest heißt: Ich bin nicht ansteckend“?

Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht sicher aus. Bei Symptomen trotzdem zu Hause bleiben.

Passende Tipps

Quellen

Inhaltlich geprüft am 16.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (Ratgeber mit Checkliste, 2. Auflage, Stand 11/2025), Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  2. Händewaschen, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, abgerufen 16.10.2026
  3. Hygiene beim Husten und Niesen, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, abgerufen 16.10.2026
  4. Atemwegsinfektionen, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, abgerufen 16.10.2026
  5. Haushaltshygiene, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, abgerufen 16.10.2026
  6. FAQ: Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung durch Atemwegserreger schützen? (Stand 15.09.2026), Robert Koch-Institut (RKI), abgerufen 16.10.2026
  7. Nationale Pandemieplanung (Stand 17.07.2024), Robert Koch-Institut (RKI), abgerufen 16.10.2026
  8. Pandemic, Ready.gov, Federal Emergency Management Agency (FEMA), USA, abgerufen 16.10.2026
  9. One month’s supply of medicines at home, Swedish Civil Defence and Resilience Agency (MCF, vormals MSB), Schweden, abgerufen 16.10.2026
  10. „Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist gesichert“ (17.03.2020), Die Bundesregierung, abgerufen 16.10.2026