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Illustration: gepackter Notfallrucksack

Werkzeug

Notfallrucksack: Packliste für deinen Haushalt

Geprüft am 20 Quellen Redaktion Krisenbuddy

Kurz gesagt: Pack je Person einen Rucksack, den du in wenigen Minuten greifen kannst: Wasser und Essen für die ersten Tage, Medikamente, Erste-Hilfe-Set, Taschenlampe, Radio, warme Kleidung, Bargeld und Kopien deiner Dokumente. Die Liste unten passt sich deinem Haushalt an.

Wer kommt mit?

18 bis 64 Jahre
mittelgroß gerechnet

Notgepäck

  • Rucksack je Person: 1 Stück30 bis 50 Liter, je nach Kraft. Hände bleiben frei. An einem Platz, den alle kennen, jährlich durchsehen.
  • Trinkflasche und Wasser fürs Notgepäck: 2 lMindestens 2 Liter je Person für den ersten Tag, in einer bruchsicheren Flasche. Kommt zum Wasservorrat dazu.
  • Verpflegung für 2 TageStaubdicht verpackt: Riegel, Nüsse, Trockenobst, kleine Konserven.
  • Essgeschirr, Taschenmesser, DosenöffnerLeicht und bruchsicher. Ein Taschenmesser mit Dosenöffner spart Gewicht.
  • Erste-Hilfe-SetKlein und leicht, mit Pflaster, Kompressen und Mullbinde.
  • Hygieneartikel für ein paar TageZahnbürste, Seife, Toilettenpapier, Feuchttücher, Monatshygiene.
  • Kleidung für jedes WetterMehrere Schichten, Regenjacke, feste Schuhe, Wechselsachen für ein paar Tage, Mütze oder Sonnenhut.
  • Schlafsack oder DeckeFür die Nacht in einer Notunterkunft oder bei Bekannten.
  • Taschenlampe und ErsatzbatterienOder eine Lampe mit Dynamo, die ohne Batterien auskommt.
  • Kleines Kurbel- oder BatterieradioDamit hörst du Durchsagen der Behörden auch unterwegs.
  • Geladene Powerbank und KabelDamit bleibt das Handy erreichbar. Spätestens alle 6 Monate nachladen.
  • Feuerzeug oder StreichhölzerStreichhölzer wasserdicht verpacken.
  • ArbeitshandschuheZum Anpacken und Tragen unterwegs.
  • Ersatzbrille oder Hörgerät-BatterienFür alle, die solche Hilfsmittel brauchen.
  • Bargeld in kleinen ScheinenFalls Geldautomaten und Kartenzahlung ausfallen.
  • TrillerpfeifeUm auf dich aufmerksam zu machen, wenn Rufen nicht reicht.
  • Dokumentenmappe obenaufDie Mappe aus dem Bereich Dokumente samt USB-Stick mit Kopien, wasserdicht verpackt und schnell greifbar.
  • Zettel: Was zuletzt mit mussHandy, Ladekabel, Schlüssel, Geldbörse, Gesundheitskarte. Den Zettel außen an den Rucksack kleben.

Dokumente und Geld

  • Dokumentenmappe anlegenAlles Wichtige an einem Ort, wasserdicht oder feuerfest verpackt. Alle wissen, wo sie liegt.
  • Feuerfeste, wasserdichte DokumententascheFür Mappe, USB-Stick und etwas Bargeld. Mit Griff packst du alles mit einem Handgriff ein, wenn es schnell gehen muss.
  • Geburts- und HeiratsurkundenFamilienurkunden gehören im Original in die Mappe.
  • Kopien von Ausweis und ReisepassAls einfache Kopie. Die Originale nimmst du im Ernstfall mit.
  • Versicherungen, Verträge, BankdatenPolicen, Kontoverträge, Mietvertrag, Grundbuchauszug. Mit den Vertragsnummern kommst du schneller weiter.
  • Zeugnisse und NachweiseSchul-, Hochschul- und Arbeitszeugnisse sind schwer wiederzubeschaffen.
  • Testament, Vollmacht, VerfügungPatientenverfügung und Vorsorgevollmacht, falls vorhanden, im Original oder beglaubigt.
  • Impfpass und wichtige BefundeAls Kopie, dazu eine Liste deiner Medikamente und Allergien.
  • Verschlüsselter USB-Stick mit KopienScans aller Dokumente, mit Passwort geschützt. Eine zweite Kopie bei Verwandten oder in der Cloud.
  • Fotos von Wertsachen und WohnungHelfen bei der Versicherung, falls etwas zerstört wird. Dazu ein paar Passbilder.
  • Wichtige Zugänge sicher notierenDas BBK zählt Passwortlisten zu den wichtigen Unterlagen. Bewahre sie verschlossen auf.
  • Bargeldreserve zu HauseKleine Scheine und Münzen. Ohne Strom gehen weder Kartenzahlung noch Geldautomat.

Familienplan

  • Treffpunkt in der NäheEin Ort, den alle kennen, zum Beispiel ein Park oder Platz um die Ecke.
  • Treffpunkt außerhalb des ViertelsFalls die ganze Nachbarschaft geräumt wird: ein zweiter Ort weiter weg.
  • Familien-Codewort vereinbartEin geheimes Wort für verdächtige Anrufe. Nicht erratbar, nirgends im Netz, auch die Großeltern kennen es.
  • Kontaktperson außerhalb der RegionEine Person weiter weg, bei der sich alle melden, wenn sie einander nicht erreichen.
  • Ausweichquartier für ein paar TageBei Verwandten oder Freunden, nicht zu nah, damit es nicht auch betroffen ist.
  • Aufgaben im Notfall verteilenWer packt was, wer kümmert sich um wen? Eine Person prüft regelmäßig die Vorräte.
  • Mit Nachbarn absprechenWer braucht Hilfe, wer kann helfen? Zeichen vereinbaren, falls Telefone ausfallen.
  • Plan aufschreiben und jährlich übenTreffpunkte, Nummern und Aufgaben als Zettel am Kühlschrank und in jedem Rucksack. Gemeinsam durchgehen.
  • Erste-Hilfe-Kurs auffrischenGibt Sicherheit. Kurse in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten gibt es bundesweit kostenfrei.

Was du tust, wenn du gehen musst: Ratgeber Evakuierung.

Quellen

Inhaltlich geprüft am 16.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (Ratgeber mit Checkliste, 2. Auflage, Stand 11/2025), Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  2. Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  3. Immer griffbereit: Die Dokumentenmappe, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  4. Vorsorge und Handeln bei Stromausfall, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  5. Gut vorbereitet auf Hochwasser, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  6. Der Notfallrucksack, Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Nord, abgerufen 16.10.2026
  7. Der Familien-Notfallplan, Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Nord, abgerufen 16.10.2026
  8. Die Dokumentenmappe für den Notfall, Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Nord, abgerufen 16.10.2026
  9. Build A Kit (Stand 07/2026), FEMA, Ready Campaign (ready.gov), USA, abgerufen 16.10.2026
  10. Get Tech Ready, FEMA, Ready Campaign (ready.gov), USA, abgerufen 16.10.2026
  11. Family Emergency Communication Plan (FEMA P-1095), FEMA, Ready Campaign (ready.gov), USA, abgerufen 16.10.2026
  12. Notfallplan (PDF-Formular), Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS), Alertswiss, Schweiz, abgerufen 16.10.2026
  13. Basics of home emergency preparedness, Myndigheten för civilt försvar (MCF, vormals MSB), Schweden, abgerufen 16.10.2026
  14. Payments and cash in times of crisis, Myndigheten för civilt försvar (MCF) mit der Riksbank, Schweden, abgerufen 16.10.2026
  15. Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung (Drucksache 17/5672), Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), abgerufen 16.10.2026
  16. Batterien und Akkus: richtig nutzen, fachgerecht entsorgen, Umweltbundesamt (UBA), abgerufen 16.10.2026
  17. Daten verschlüsseln, löschen und sichern, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), abgerufen 16.10.2026
  18. Gesundheit und Hygiene (Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten), Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), abgerufen 16.10.2026
  19. Schockanrufe, Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (polizei-beratung.de), abgerufen 17.10.2026
  20. Deepfake-Betrug, Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (polizei-beratung.de), abgerufen 17.10.2026