
Anbau
Fruchtfolge: jedes Jahr ein neues Beet
Kurz gesagt: Wer Pflanzenfamilien wandern lässt, hat weniger Krankheiten und Schädlinge im Gemüsebeet.
Familien wandern lassen
Pflanze dieselbe Gemüsefamilie möglichst erst nach vier, besser sechs Jahren wieder auf dasselbe Beet. Nie zwei Jahre hintereinander dieselbe Familie als Hauptkultur. [1] [2]
Wer zu welcher Familie gehört
Eine Familie sollte nicht mehr als ein Viertel bis ein Drittel der Fläche belegen. [1] [2]
- Kreuzblütler: Kohl, Radieschen, Rauke, Senf
- Nachtschatten: Kartoffel, Tomate
- Schmetterlingsblütler: Bohne, Erbse
- Doldenblütler: Möhre, Sellerie, Petersilie
Stark-, Mittel- und Schwachzehrer
Viele Nährstoffe brauchen Kartoffeln, Tomaten, Kürbis, Kohl und Lauch. Wenig brauchen Salat, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln und Kräuter. Dazwischen liegen die Mittelzehrer. [1]
Kartoffeln: vier Jahre Pause
Kartoffeln kommen frühestens nach vier Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Gab es Kohlhernie im Boden, halte fünf Jahre Abstand mit allen Kreuzblütlern. [3] [2]
Mischkultur: kein Muss
Ob sich Pflanzen gegenseitig fördern, ist schwer belegt. Für den Anfang reicht eine Art je Beet. Wer mischt, kombiniert tief und flach wurzelnde Pflanzen, etwa Möhre und Zwiebel. [2] [1]
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Quellen
Inhaltlich geprüft am 16.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.
- Planung im Gemüsegarten, Fruchtwechsel und Kulturfolge, Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR Rheinpfalz), abgerufen 16.10.2026
- Leitfaden zum Gärtnern im Biogarten (Berichte der Bayerischen Gartenakademie Nr. 3), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie, abgerufen 16.10.2026
- Kartoffelanbau im eigenen Garten, Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR Rheinpfalz), abgerufen 16.10.2026