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Illustration: Was Stress mit dem Körper macht

Kopf und Nerven

Was Stress mit dem Körper macht

Geprüft am 11 Quellen Redaktion Krisenbuddy

Kurz gesagt: Herzrasen, Zittern, Tunnelblick: So schaltet der Körper bei Gefahr auf Alarm. Das ist normal und geht vorbei.

Der Körper schaltet auf Alarm

Bei Gefahr macht sich der Körper bereit für Angriff, Flucht oder Erstarren. Herz und Atem werden schneller, die Muskeln spannen sich, die Verdauung pausiert. Dieser Zustand ist nur für kurze Zeit gedacht. [1]

Typische Zeichen

Kurz nach einem Schreck sind diese Zeichen normal: [2] [3] [4] [5]

  • Herzklopfen, schneller Atem, Schwitzen
  • Zittern und weiche Knie
  • Trockener Mund, Schwindel
  • Tunnelblick: Du siehst nur noch die Gefahr
  • Geräusche gedämpft, die Zeit wie gedehnt
  • Ungeschickte Finger

Das Denken wird eng

Unter starkem Stress fällt Entscheiden schwer, du vergisst Dinge und machst leichter Fehler. Erinnerungslücken danach sind häufig. Das ist keine Schwäche, so arbeitet das Gehirn unter Druck. [6] [5] [4] [10]

Was sofort hilft

Das bremst den Alarm und holt den Kopf zurück: [7] [1] [11]

  • Langsam und lang ausatmen
  • Die Füße fest in den Boden drücken
  • Umschauen und benennen, was du siehst
  • Nur eine Sache auf einmal tun
  • Dir sagen: Ich schaffe den nächsten Schritt

Geübtes läuft auch unter Stress

Wer einen Ablauf geübt hat, handelt im Ernstfall eher richtig. Darum trainieren Soldaten so realistisch wie möglich. Für dich heißt das: Fluchtweg ablaufen, Notruf durchsprechen, Atmen üben. [8] [6]

Brustschmerz ernst nehmen

Schmerz oder Druck in der Brust, der länger als 5 Minuten anhält und in Ruhe nicht nachlässt, kann ein Herzinfarkt sein. Ruf dann sofort 112, auch nachts. [9]

Stressreaktion und was hilft
Was du merkstWas dahinterstecktWas hilft
Herzrasen, schneller AtemDer Körper macht sich bereit zur FluchtLangsam und lang ausatmen
Zittern, weiche KnieDie Muskeln sind angespanntFüße in den Boden drücken, Hände gegeneinander
TunnelblickDie Aufmerksamkeit klebt an der GefahrUmschauen, fünf Dinge benennen
Gedämpftes Hören, ZeitlupeDas Gehirn filtert unter DruckWissen: Das ist normal und vergeht
Ungeschickte FingerAnspannung stört die FeinmotorikEinfache, vorher geübte Handgriffe
Gedanken rasen oder Kopf leerDas Denken wird engInnehalten, eine Sache nach der anderen

Die Zeichen klingen meist ab, wenn die Gefahr vorbei ist. Dauern Beschwerden über Wochen an, lies „Nach einem belastenden Ereignis“.

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Quellen

Inhaltlich geprüft am 17.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. Die Bundeswehr im Einsatz: Psychosoziale Belastungen und ihre Bewältigung (3. Auflage 2020), Kap. 11 Stress und Stressbewältigung, Psychotraumazentrum der Bundeswehr, Bundeswehrkrankenhaus Berlin (Hrsg. Willmund, Zimmermann), abgerufen 17.10.2026
  2. Psychische Erkrankungen als Einsatzfolge (22.05.2025), Bundeswehr, abgerufen 17.10.2026
  3. Psychological first aid: Guide for field workers (2011), Weltgesundheitsorganisation (WHO), War Trauma Foundation, World Vision International, abgerufen 17.10.2026
  4. Perceptual and Memory Distortion During Officer-Involved Shootings (FBI Law Enforcement Bulletin 71/10, 2002), Kurzfassung, Alexis Artwohl; National Criminal Justice Reference Service (NCJRS), US-Justizministerium, abgerufen 17.10.2026
  5. Effects of Acute Stress on Psychophysiology in Armed Tactical Occupations: A Narrative Review (IJERPH 19, 2022), Stephenson, Schram, Canetti, Orr, abgerufen 17.10.2026
  6. FM 21-76 US Army Survival Manual (gemeinfrei, nur zum Abgleich), U.S. Department of the Army, abgerufen 16.10.2026
  7. Doing What Matters in Times of Stress: An Illustrated Guide (2020), Teil 1 Grounding, Weltgesundheitsorganisation (WHO), abgerufen 17.10.2026
  8. Cognitive paralysis in an emergency: the role of the supervisory attentional system (Aviation, Space, and Environmental Medicine 76, 2005), John Leach, abgerufen 17.10.2026
  9. Herzinfarkt, gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit), abgerufen 17.10.2026
  10. Informationen für Betroffene und Angehörige: Empfehlungen für den Umgang mit belastenden Ereignissen (Faltblatt), Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Download über das Innenministerium Brandenburg, abgerufen 17.10.2026
  11. Optimize your breath: Tactical breathing to optimize performance, stress management, and military wellness (28.10.2021), Human Performance Resources by CHAMP (HPRC), Uniformed Services University, USA, abgerufen 17.10.2026