
Militär und Krise
Munition gefunden: nicht anfassen
Kurz gesagt: Nicht berühren, Abstand halten, Stelle merken, Polizei rufen: 110 in DE, 133 in AT, 117 in der CH.
Nie berühren
Bomben, Granaten, Minen oder Patronen können nach Jahrzehnten noch explodieren, verrostete sogar leichter. Fass nichts an, heb nichts auf und nimm nichts mit. [1] [2]
- Auch auf früheren Truppenübungsplätzen
- Auch wenn „Übungsmunition“ daraufsteht
Abstand halten, andere warnen
Geh vorsichtig zurück und vermeide Erschütterungen. Warne alle, die näherkommen. Merk dir die Stelle genau oder markiere den Fundort, ohne wieder näher heranzugehen. [1] [2]
Sofort die Polizei rufen
Sag am Telefon, was du gefunden hast, wo genau und wer anruft. Warte auf die Einsatzkräfte und zeig ihnen den Weg. Unten kannst du direkt anrufen. [1] [3] [4] [5]
- Deutschland: 110
- Österreich: 133
- Schweiz: 117, Blindgänger auch 058 481 44 44
Aus Versehen aufgehoben?
Leg den Gegenstand ganz vorsichtig wieder ab. Niemals werfen. [1]
Melden kostet nichts
Die Meldung ist kostenlos. Wer einen Fund nicht meldet, macht sich strafbar, so das Land Baden-Württemberg. Räumen tun Fachleute: in Deutschland der Kampfmittelräumdienst, in Österreich der Entminungsdienst des Bundesheeres. [1] [3] [4]
Am Strand: Phosphor wie Bernstein
Sturm spült weißen Phosphor an, vor allem an die Küste von Mecklenburg-Vorpommern rund um Usedom, vereinzelt auch in Schleswig-Holstein. Die Brocken ähneln Bernstein und können sich beim Trocknen selbst entzünden. [6]
- Funde nur in einer Metalldose sammeln
- Funde feucht halten, nie in die Hosentasche
- Brennende Brocken nur mit Sand löschen
- Rauch nicht einatmen, Abstand halten
- Nach jedem Kontakt zum Arzt
- Fragen: Giftinformationszentrum-Nord
| Land | Stelle | Telefon |
|---|---|---|
| Deutschland | Polizei | 110 |
| Österreich | Polizei | 133 |
| Schweiz | Polizei, bei Blindgängern auch die Blindgängermeldezentrale | 117 (058 481 44 44 Blindgänger) |
| Phosphor am Strand | Giftinformationszentrum-Nord | 0551 19240 |
Bei Gefahr für Leib und Leben gilt immer zuerst der Notruf 112.
Wichtig in diesen Lagen
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Quellen
Inhaltlich geprüft am 19.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.
- Bombenfund oder andere Kampfmittel melden (Freigabe Regierungspräsidium Stuttgart, 19.12.2025), Land Baden-Württemberg, service-bw (Seite der Stadt Heidelberg), abgerufen 19.10.2026
- Vorsicht Fundmunition (Faltblatt, Dezember 2008), Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, Kampfmittelbeseitigungsdienst, abgerufen 19.10.2026
- Kampfmittelräumdienst (12.10.2026), Landespolizei Schleswig-Holstein, abgerufen 19.10.2026
- Der Entminungsdienst informiert: Bei Auffinden von Kriegsrelikten (Plakat), Österreichisches Bundesheer, Kommando Streitkräftebasis (bereitgestellt vom Land Oberösterreich), abgerufen 19.10.2026
- Allgemeine Schiessanzeige Waffenplatz Chur, Jahrespublikation 2026 (Blindgänger, Schadenmeldungen), Schweizer Armee (VBS), abgerufen 19.10.2026
- Strandfunde: Weißer Phosphor (15.06.2020), Expertenkreis Munition im Meer, Land Schleswig-Holstein, abgerufen 19.10.2026