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Illustration: Survival-Mythen über Pflanzen

Nahrung aus der Natur

Survival-Mythen über Pflanzen

Geprüft am 10 Quellen Redaktion Krisenbuddy

Kurz gesagt: Was US-Survivalbücher über essbare Bäume und Hausmittel schreiben, ist bei uns oft gefährlich.

Eibe: stark giftig

Nadeln und zerbissene Samen der Eibe enthalten Taxine. Möglich sind Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Bewusstseinsstörungen, im Extremfall tödlich. Nur der rote Samenmantel ist ungiftig. [1] [2]

Auch Thuja ist giftig

Zweige und Zapfen des Lebensbaums enthalten Thujon. Das kann blutiges Erbrechen und in großen Mengen Krampfanfälle sowie Leber- und Nierenschäden auslösen. [3]

Eicheln nur entbittert

Rohe Eicheln enthalten viele Gerbstoffe und können Magenreizung, Erbrechen und Durchfall auslösen. Essbar werden sie erst, wenn die Gerbstoffe gründlich ausgewaschen sind. [9] [10]

Kerne von Steinobst

Bittermandeln, Aprikosen- und andere Steinobstkerne enthalten eine Vorstufe der Blausäure. Für Kleinkinder kann laut EFSA schon ein kleiner roher Aprikosenkern zu viel sein. [4] [5]

Weidenrinde ist Arznei

Weidenrinde enthält Salicylate wie manche Schmerzmittel. Die EMA beschreibt geprüfte Präparate für Erwachsene, unter 18 Jahren ist sie tabu. Ebenso bei Asthma durch Schmerzmittel, Magengeschwür oder Gerinnungsstörung. [6]

Im Zweifel: Giftnotruf

Hat jemand eine unbekannte Pflanze gegessen, ruf einen Giftnotruf an, etwa 0228 19240 in Bonn. Bei Atemnot, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit wählst du sofort 112. [7] [8]

Behauptung und Fakt
Behauptung im BuchWas stimmt
Fast alle Nadelbäume sind essbarEibe ist stark giftig, Thuja auch
Alle Eicheln sind essbarRoh reizen Gerbstoffe Magen und Darm
Steinobstkerne als NotnahrungSie setzen Blausäure frei
Weidenrinde statt SchmerzmittelNur geprüfte Arznei, nie für Kinder
Wegerich-Brei gegen SchlangenbissRuhigstellen, Giftnotruf, Arzt

Nach BfR, Giftinformationszentrum Bonn, EFSA und EMA. Iss nichts, was du nicht sicher kennst.

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Quellen

Inhaltlich geprüft am 16.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. BfR-Giftgarten: Europäische Eibe, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen 16.10.2026
  2. Eibe, Informationszentrale gegen Vergiftungen, Universitätsklinikum Bonn (GIZ Bonn), abgerufen 16.10.2026
  3. BfR-Giftgarten: Lebensbaum, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen 16.10.2026
  4. Sekundäre Pflanzenstoffe, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), abgerufen 16.10.2026
  5. Apricot kernels pose risk of cyanide poisoning, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), abgerufen 16.10.2026
  6. Salicis cortex (Weidenrinde), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC), abgerufen 16.10.2026
  7. Kreuzotter, Informationszentrale gegen Vergiftungen, Universitätsklinikum Bonn (GIZ Bonn), abgerufen 16.10.2026
  8. Giftpflanzen: Wie kann man sich schützen und was ist bei einer Vergiftung zu tun?, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen 16.10.2026
  9. Eicheln, Informationszentrale gegen Vergiftungen, Universitätsklinikum Bonn (GIZ Bonn), abgerufen 16.10.2026
  10. Eicheln als Mehl oder Kaffeeersatz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), abgerufen 16.10.2026