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Gesundheit

Jodtabletten: nur auf Aufruf

Geprüft am 7 Quellen Redaktion Krisenbuddy

Kurz gesagt: Jodtabletten schützen nur die Schilddrüse. Die Behörden verteilen sie kostenlos, nimm sie erst auf Aufruf.

Erst auf Aufruf der Behörden

Nimm Jodtabletten nur, wenn die Katastrophenschutzbehörden ausdrücklich dazu auffordern, und nur in der genannten Dosis. Zu früh ist der Schutz schon vorbei, zu spät hat die Schilddrüse radioaktives Jod aufgenommen. [1] [3]

Über 45 Jahre: nicht einnehmen

Mit dem Alter werden Schilddrüsenstörungen häufiger. Die hohe Joddosis kann dann starke Nebenwirkungen auslösen, bis zu Herz-Kreislauf-Versagen. Deshalb rät das BfS über 45 Jahren davon ab. [2] [1]

Für wen sie gedacht sind

Vorgesehen sind sie für Kinder und Jugendliche, deren Schilddrüse besonders empfindlich ist, für Erwachsene bis 45 Jahre und für Schwangere und Stillende. Bist du schilddrüsenkrank oder verträgst kein Jod, lass dich vorab ärztlich beraten. [2] [1] [4]

Schutz nur für die Schilddrüse

Die Tablette verhindert nur, dass radioaktives Jod in die Schilddrüse gelangt. Vor anderen Stoffen wie Cäsium oder Strontium schützt sie nicht. Dagegen hilft der Aufenthalt im Haus, am besten innen oder im Keller. [1] [4] [5]

Kostenlos über die Behörden

Die Länder lagern über 180 Millionen Tabletten. Im Ernstfall gibt es sie kostenlos an Ausgabestellen, etwa in Rathäusern, Feuerwehrhäusern, Apotheken oder Wahllokalen. Wo genau, sagen Radio und Behörden. [1] [3] [6]

Selbst kaufen? Nicht nötig

Ein eigener Vorrat ist nicht nötig: Die Länder halten genug Tabletten für alle bereit, für die sie gedacht sind. Wer trotzdem selbst vorsorgt, achtet auf: [7] [2] [6] [3] [4]

  • Hochdosiert: 65 mg Kaliumiodid je Tablette
  • Rezeptfrei aus der Apotheke
  • Haltbarkeitsdatum auf der Packung
  • Drogerie-Jod und Jodsalz sind viel zu schwach
  • Einnehmen trotzdem nur auf Aufruf

Wichtig in diesen Lagen

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Quellen

Inhaltlich geprüft am 17.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. Jodtabletten: Einnahme und Wirkung (Jodblockade), Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), abgerufen 17.10.2026
  2. FAQ: Wer sollte Jodtabletten einnehmen?, Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), abgerufen 17.10.2026
  3. Fragen und Antworten zur Jodblockade, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), jodblockade.de, abgerufen 17.10.2026
  4. Notfallmedizin: Jod bei radiologischem oder nuklearem Notfall (Stand 15.09.2025), Verbraucherzentralen (verbraucherzentrale.de), abgerufen 17.10.2026
  5. Aufenthalt in Gebäuden, Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), abgerufen 17.10.2026
  6. Jodtabletten (Notfallbevorratung und rezeptfreie Tabletten), Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), jodblockade.de, abgerufen 17.10.2026
  7. Sorge vor möglicher Strahlenbelastung: Nachfrage nach Jodtabletten steigt (04.03.2022, mit Aussage des BfS), Ärzte Zeitung, abgerufen 17.10.2026