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Illustration: Kinder und Fremde: klare Regeln

Kinder

Kinder und Fremde: klare Regeln

Geprüft am 10 Quellen Aufwand: 20 Minuten im Gespräch Redaktion Krisenbuddy

Kurz gesagt: Kinder, die Regeln kennen und Nein sagen dürfen, sind besser geschützt. Erklär sie ruhig, ohne Angst.

Ruhig erklären, ohne Angst

Kinder, die Bescheid wissen und sich etwas zutrauen, werden seltener Opfer. Erklär die Regeln sachlich und kindgerecht. Warne vor Taten, nicht vor Fremden: Wer seinen Namen nennt, ist für Kinder schon nicht mehr fremd. [2] [4] [1]

Die wichtigsten Regeln

Dein Kind darf Erwachsenen gegenüber immer Nein sagen. Besprich mit ihm: [1] [3] [2] [9]

  • Nie mitgehen, wenn es nicht abgesprochen ist
  • In kein fremdes Auto steigen
  • Nicht ans Auto herangehen, auch bei Fragen
  • Nichts annehmen, ohne dich zu fragen
  • Laut sagen: „Nein, das will ich nicht!“
  • Einfach weitergehen ist nicht unhöflich

Weglaufen, rufen, Hilfe holen

Wird dein Kind bedrängt, rennt es weg und ruft laut um Hilfe. Verstecken soll es sich nicht. Hilfe gibt es bei anderen Erwachsenen, in Geschäften, Praxen oder durch Klingeln an einem Haus. [1] [3] [4]

Sichere Orte und die 110

Geh die Wege zu Schule und Freunden gemeinsam ab und zeig deinem Kind, wo es Hilfe findet, etwa an Stellen mit Notinsel-Zeichen. Es darf immer die 110 wählen, kostenlos, auch über das Handy anderer. [2] [1] [5]

Name und Adresse kennen

Übe mit deinem Kind seinen vollen Namen und die Adresse mit Straße, Hausnummer und Ort. Ältere Kinder lernen auch eine Telefonnummer von dir auswendig. Die Notfallkarte im Ranzen hilft zusätzlich. [6] [7]

Alles erzählen dürfen

Dein Kind darf dir alles erzählen, was ihm komisch vorkam, auch aus Chats. Hör ruhig zu, lob es und mach keine Vorwürfe. Rat am Telefon gibt es auch bei der Nummer gegen Kummer unter 116111. [3] [1] [8] [10]

Wichtig in diesen Lagen

Mehr aus Kinder

Quellen

Inhaltlich geprüft am 17.10.2026. Jede Zahl und jede Handlungsempfehlung stützt sich auf diese Quellen.

  1. Wenn fremde Personen Kinder ansprechen (Stand 11.06.2025), Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (polizei-beratung.de), abgerufen 17.10.2026
  2. „Ansprechen von Kindern durch Fremde“: Handlungstipps für Eltern (02/2024), Polizeipräsidium Wuppertal, Kriminalprävention und Opferschutz (Polizei NRW), abgerufen 17.10.2026
  3. Ansprechen von Kindern durch „Fremde“: Handlungshilfe für Eltern, Kreispolizeibehörde Olpe, Kriminalprävention und Opferschutz (Polizei NRW), abgerufen 17.10.2026
  4. Handlungsempfehlungen der Polizei: Verdächtige Ansprache von Kindern (09/2023), Polizeipräsidium Rheinpfalz, Zentrale Prävention (Polizei Rheinland-Pfalz), abgerufen 17.10.2026
  5. Notinsel: Wo wir Kinder schützen, Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, abgerufen 17.10.2026
  6. Arbeitsblatt Kindergarten: Übe das Absetzen eines Notrufes! (Stand 06/2020), Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, Brandschutzerziehung, abgerufen 17.10.2026
  7. Alertswiss Notfallplan (PDF), Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS), Alertswiss, Schweiz, abgerufen 17.10.2026
  8. Cybergrooming (Stand 11.08.2026), klicksafe (EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz), abgerufen 17.10.2026
  9. Kinder stärken, Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (polizei-beratung.de), abgerufen 17.10.2026
  10. Kinder- und Jugendtelefon, Nummer gegen Kummer e. V., abgerufen 17.10.2026